Warum sich das easy35 v2 in Ihren Händen so anders anfühlt und besser scannt als je zuvor

|Arild Edvard Båsmo

Von Arild Båsmo, Gründer von VALOI

Das ursprüngliche easy35 auf sorgfältiger Fertigung und strenger Qualitätskontrolle, um ein hervorragendes Scanergebnis zu erzielen. Als wir es für die v2 neu konzipierten, wollten wir uns nicht allein mit Verbesserungen in der Fertigung zufrieden geben – obwohl Spritzguss im Gespräch war, beschlossen wir, die Halterungsbefestigung und die Baugruppe zur Drehungseinstellung komplett neu zu entwickeln.

Das Problem

Das Scannen von Filmen mit hoher Vergrößerung lässt kaum Spielraum für Fehler. Der Film muss absolut parallel im Halter liegen. Der Halter muss perfekt im Gehäuse sitzen und dennoch herausnehmbar sein. Das Gehäuse muss drehbar sein und dabei absolut parallel zum Rest des Systems bleiben. Jede einzelne Komponente kann zwar präzise gefertigt werden, doch die „Toleranzkumulierung“ – also die Summierung kleiner Fehler über die gesamte Baugruppe hinweg – reicht aus, um das Scanergebnis zu beeinträchtigen. Wir wollten dieses Problem bereits auf der Konstruktionsebene angehen, nicht erst auf der Fertigungsebene.

Parallelität

Der easy35 v2 Filmhalter derselben Größe und desselben Formats wie der v1, doch ihre Interaktion mit dem Gehäuse ist völlig anders. Schon sehr früh in der Entwicklungsphase haben wir uns dafür entschieden, den Halter an einer Oberfläche auszurichten, von der wir garantieren konnten, dass sie parallel zum Filmsensor ist. Das Ergebnis sind vier federbelastete Kugellager – Kugelstößel –, die den Halter beim Einsetzen fest nach unten drücken. Dadurch wird der gesamte Halter flach gegen ein präzisionsspritzgegossenes Bauteil gedrückt, das seinerseits mechanisch parallel zur Rotationseinheit letztlich zur Sensorebene gekoppelt ist. Hier entfaltet sich die Magie des easy35 – perfekte Ausrichtung ohne umständliches Herumprobieren.

Das ursprüngliche easy35 einen Parallelitätstoleranzbereich von etwa 0,9 mm. Bei der v2 dieser Wert bei etwa 0,2 mm, wobei die Abweichungen zwischen den einzelnen Geräten deutlich geringer sind.

Halterung

Abnehmbare Halterungen gehören zu den besten Funktionen easy35, doch ihre saubere Befestigung stellt eine echte konstruktive Herausforderung dar. In der v1 verwendeten wir eine große Stellschraube, die gegen die Seite der Halterung drückte – das funktionierte zwar, erforderte jedoch einen Inbusschlüssel, und die Nutzer riskierten, die Halterung zu beschädigen, wenn sie sie zu fest anzogen.

Für die v2 haben wir uns ein Beispiel an dem größeren Bruder easy35, dem easy120, genommen und die Halterungen mit Kugellagern federbelastet gestaltet. Man drückt die Halterung gegen die Feder hinein, sie rastet ein, und wenn man sie austauschen möchte, drückt man sie einfach wieder heraus. Kein Werkzeug, keine Beschädigungsgefahr. Die Handhabung ist so befriedigend, dass sie gleichzeitig als Spielzeug für den Schreibtisch dient – aber noch wichtiger ist, dass der Formatwechsel völlig nahtlos erfolgt.

Drehung

Bei unseren auf Objektive montierten Scansystemen ist die Drehbarkeit von entscheidender Bedeutung. Wenn Sie das Gerät auf die Vorderseite Ihres Objektivs aufschrauben, müssen Sie die Ausrichtung zwischen Sensor und Filmrahmen feinjustieren und anschließend arretieren.

Bei der v1 drehte sich das Rohr direkt gegen das Kunststoffgehäuse. Die Toleranzen waren zwar akzeptabel, doch gab es mehr Abweichungen, als uns lieb war. Für die v2 haben wir eine neue Rotationseinheit mehr Bauteilen entwickelt – jedes einzelne hat seinen Platz verdient. Der Mechanismus nutzt die Präzision lasergeschnittener Aluminiumplatten und arretiert die Drehung an dieser Oberfläche mit einem sehr feinen Spalt, der durch eine Schulter am Drehrohr und einen neuen Sicherungsring, der alles zusammenhält, aufrechterhalten wird. Außerdem sieht er in Rot ziemlich stilvoll aus.

Kleine Veränderungen, großer Unterschied

Der easy35 großartig. Der easy35 v2 dieselben Funktionen, nur noch besser – engere Toleranzen, reibungsloserer Halterwechsel und eine gleichmäßigere Ausrichtung vom ersten bis zum letzten Rahmen.

Aber hier ist die Sache: Ich glaube, dir wird schon vorher etwas anderes auffallen. Es fühlt sich einfach anders an. Kompakt. Solide. Als ob alles genau dort wäre, wo es hingehört. Das lässt sich schwer in Worte fassen und in einem Datenblatt gar nicht vermitteln. Wenn du die Gelegenheit hast, schau es dir doch einmal persönlich an – bei einem Händler oder bei einem Freund, der eines besitzt. Der Unterschied ist sofort spürbar.

Falls Sie unseren Artikel über die neue easy35 v2 Dome Lichtquelle zum Patent angemeldet) noch nicht gelesen haben, wird er Ihnen sicher auch gefallen.

Bauteile der Halterungsbaugruppe

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Eine Ansicht der 9 Bauteile, aus denen die Dreh- und Haltevorrichtung besteht.

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